Die jungen Wilden

17.02.2020 | Stefan Krahl

Es begab sich am 15. Februar im Jahre 2020, als sich, wie alle Jahre wieder, eine Vielzahl aufstrebender jungen Recken und Reckinnen nach Senftenberg begaben. Dort fand ein großes Turnier speziell für die neue Generation der Emporkömmlinge statt. So oder so ähnlich, klingt es vielleicht einmal in einigen Jahrzehnten, wenn über den PSV Senftenberg und über das Anfängerturnier geschrieben wird. Denn, wer den PSV kennt, der weiss dass dieser im Jahr 1961 gegründet wurde. Es könnte also sein, dass da demnächst ein Jubiläum ansteht.

Viele Kinder mit Ihren Eltern und Trainern kamen auf unsere Einladung. In Summe waren es dann 150 Kinder, die Ihre ersten Wettkampferfahrungen machen sollten, aus 19 Vereinen. Sie kamen größtenteils aus Brandenburg, Berlin sowie aus Dresden und Chemnitz. Ein großes Problem bei der Anreise waren leider die vielen Baustellen im Bereich des Wohngebiets Süd wo auch unsere Trainings- und Wettkampfstätte, die Halle der 4. Grundschule, ansässig ist. Es herrschte eine akute Parkplatznot, so dass einige Besucher erhebliche Fußmärsche auf sich nehmen mussten. Gut das die Sportler alle im Training stehen, so dass der Marsch eher als Erwärmung vor der eigentlichen Erwärmung diente.

Von unserem Verein stellten sich 15 Kinder der Herausforderung mit großem Erfolg. Das Resultat am Ende des Tages sah dann wie folgt aus:

1. Plätze   2. Plätze   3. Plätze
Albert Dzialek   Eric Runge   Edvin Hamsch
Luise Herrchen   Tyler Schwierz   Jonas Düe
Lena Krühne   Daniel Rein   Frederik Krüger
Ben Woweries   Bennet Vogt   Oscar Bubner
Lukas Krahl       Amina Chertaev
        Sebastian Schleußner

 


Alle kleinen Kämpfer waren hoch motiviert. Zu erwähnen ist besonders ein Mädchen. Sie stand sich mit Ihren Emotionen bei einem vorhergehenden Wettkampf selbst im Weg. Konnte damals aus Angst und Respekt vor der Wettkampfatmosphäre nicht kämpfen. Am vergangenen Samstag kam Sie aber in die Halle und war hochmotiviert, wollte Ihrem Trainer und der Mutti zeigen, dass Sie es schafft. Und siehe da, ganz hollywoodmäßig, erkämpfte sie sich nach drei spannenden Kämpfen den ersten Platz. Das besondere war, dass sie eigentlich nur eine Gegnerin hatte. Durch den Kampfmodus „Best of Three“, stand Sie allerdings dreimal gegen Ihre Gegnerin auf der Matte und konnte somit am Ende triumphieren.

Ihr gleich tat es Luise, auch Sie musste dreimal gegen dieselbe Gegnerin ran. Beim zweiten Kampf verletzte Sie sich und musste sich zunächst in Behandlung begeben beim Team der Rettungskräfte der BASF Werksfeuerwehr. Die beiden Kollegen erfuhren somit auch von dem spannenden Intermezzo und fieberten gleich mit. Im letzten Kampf von Luise war dann auch Bibbern bis zum Ende angesagt. Beide Kämpferrinnen konnten bis zum Ablauf der Wettkampfzeit keine Wertung erzielen. So blieb es beim Kampfrichter Dietmar Hertes zu entscheiden, wer den Kampf gewinnen sollte. Sein Entscheid fiel dann glücklicherweise auf Luise, sodass wir uns alle mit Ihr freuen konnten.

Damit auch den Jungs recht getan wird, sollte noch Albert Dzialek erwähnt werden. Er musste gleich, im Gegensatz zu den beiden Mädels, gegen 4 Gegner ran. Er konnte mit seiner guten Motivation überzeugen und die im Training erlernten Techniken umsetzen. So konnte er sich am Ende auch über eine Goldmedaille freuen. Unter uns gesagt, hatte er auch keine andere Wahl. Er stand unter ständiger Beobachtung seines Vaters und seines Großvaters. Beide waren einst auch erfolgreiche Judosportler. So konnte sich Opa und PSV-Ehrenmitglied Peter Dzialek besonders freuen und der PSV beweisen, dass der Enkel gut bei uns aufgehoben ist.

Ohne das gesamte Organisationsteam im und um den Verein herum wäre eine solche Veranstaltung mit den vielen sportlichen Eindrücken und Emotionen nicht möglich. So gilt ein großer Dank an alle Beteiligten, dem Team in der Küche unter Leitung von Katrin Watzig, den Listenführern Veronika Ebermann, Andrea Pfeiffer und Marcus Stöhr, der technischen Leitung Alex Ulm und natürlich dem „Mann mit dem Hut auf“, Mario Machill. Einen ganz tollen Job haben auch die anwesenden Kampfrichter/ innen unter der Leitung von Jana Harbath vom PSV Cottbus gemacht. Allen an dieser Stelle nicht erwähnten, gilt ebenso ein großer Dank.

 


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